Beim Stgw 90 trocken abschlagen stellt sich häufig die Frage, ob Schlagbolzen oder andere Bauteile dadurch beschädigt werden können. Gelegentliches Leerabschlagen ist in der Regel unproblematisch. Für regelmässiges Trockentraining kann eine geeignete Puffer- oder Manipulationspatrone jedoch sinnvoll sein.
Warum es meist unproblematisch ist
Das Stgw 90 bzw. SIG 550 wurde für den militärischen Einsatz konstruiert und entsprechend robust ausgelegt. Gelegentliches trockenes Abschlagen, beispielsweise im Rahmen von Funktionskontrollen, führt deshalb normalerweise nicht unmittelbar zu Schäden.
Anders sieht es bei intensivem und regelmässigem Trockentraining aus. Dabei wird der Mechanismus sehr viel häufiger beansprucht als bei einer gelegentlichen Funktionskontrolle.

Worauf du beim Trockentraining achten solltest
Bei häufigem Leerabschlagen werden Schlagbolzen und weitere Komponenten wiederholt mechanisch belastet. Wie relevant diese Belastung ist, hängt auch vom Zustand und Alter der Waffe ab.
Wenn du mit dem Stgw 90 regelmässig trocken trainierst, ist deshalb eine geeignete Pufferpatrone bzw. Snap Cap im Kaliber 5,56 × 45 mm eine einfache Möglichkeit, die Mechanik zusätzlich zu schonen.
Empfehlung (Praxis & Dienst)
- Für gelegentliche Funktionskontrollen: unbedenklich.
- Für regelmässiges Trockentraining: Pufferpatrone / Snap Cap (5,56 × 45 mm) verwenden – schont Mechanik und erhöht die Lebensdauer.
- Immer vorher Sicherheitscheck (Waffe entladen, Magazin raus, Verschluss kontrollieren).
Fazit: Stgw 90 trocken abschlagen
Gelegentliches Leerabschlagen beim Stgw 90 ist in der Regel unproblematisch. Bei regelmässigem oder intensivem Trockentraining kann eine geeignete Pufferpatrone bzw. Snap Cap sinnvoll sein, um die Mechanik zusätzlich zu schonen.
Entscheidend ist der Unterschied zwischen einer gelegentlichen Funktionskontrolle und hunderten wiederholten Abzugsbetätigungen beim Trockentraining.